Pabstpalst in Avignon

Das Volkslied über eine alte Steinbrücke hat den Namen Avignon weltbekannt gemacht.

Doch ihre wahre Bedeutung erlangte die Stadt im 14. Jahrhundert, als sie Sitz der Päpste war.

Aufgrund kriegerischer Unruhen in Italien flüchtete der Papst aus Rom. Die Kurie geriet unter den Machteinfluss des französischen Königs, und das Papsttum wurde nach Avignon gezwungen.

"Wo der Papst ist, da ist Rom" und um dem päpstlichen Exil Glanz und Würde zu verleihen, wurde eine mächtige gotische Festung gebaut, die Kirche und Palast zugleich war. Sieben französische Päpste residierten in Avignon. 67 Jahre war die Stadt Sitz des Heiligen Stuhls und Zentrum der Christenheit. Avignon, einst Weltbühne für Politik und Kultur, war mehr als ein halbes Jahrtausend nur regional bedeutend. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Papstpalast zum nationalen Kulturerbe erklärt

und damit wandelte sich die Stadt zur einzigartigen Theaterkulisse. Avignon hat aus der Vergangenheit seinen Sinn für das Schöne bewahrt, Avignon steht für Kunst und Kultur, Avignon zeigt sich weltoffen, tolerant und einladend. Für die provencialische Lebensart gilt noch immer:

Sur le pont d' Avignon .......

Quelle:SWR Schätze der Welt

 

Gedanken zu Avignon

Narzissentage      in Avignon

von Inge Hornisch

Mit Narzissen sterben
meine lichten Tage
in dem dunklen Raum,
worin ich einen
Sonnentraum
zurücklasse,
bevor mich ein Zug
ins Wolkenland
des Alltags zurückführt.
In stillem Licht
verglimmt ein Traum,
den ich kurz leben durfte
im Reich der Burgen
und Troubadoure.
Narzissen singen stumm
vom Lichtzauber
heller Mauern einer Stadt.
deren vergangene Spuren
meine Gegenwart wurden.

Sur le pont d´Avignon

Freie Übersetzung

Auf der Brücke von Avignon

tanzen alle, tanzen alle,

Auf der Brücke von Avignon

Tanzen alle herum.


Auf der Brücke von Avignon

sehen alle, sehen alle,

Auf der Brücke von Avignon

sehen alle was vor sich geht.


Auf der Brücke von Avignon

schreien alle, schreien alle,

Auf der Brücke von Avignon

schreien alle, wenn sie mich sehn.

 

Auf der Brücke von Avignon

rennen alle, rennen alle,

Auf der Brücke von Avignon

rennen alle vor mir weg.

 

Auf der Brücke von Avignon

töte ich alle, töte ich alle,

Auf der Brücke von Avignon,

kommt keiner der Tanzenden lebend davon.

 

Auf der Brücke von jeder Stadt,

werd ich warten, werd ich warten,

Auf der Brücke von jeder Stadt,

werden einmal alle tanzen.

Dort, in der Provence ...

Verfasser unbekannt

Dort, wo Zedern und Zypressen stehn, sanft vom Meer her

Winde wehn und die Zikaden musizieren, dort möchte ich mit dir spazieren.

 

Dort, wo die Abendluft

erfüllt ist mit Lavendelduft,

am Himmel hell die Sterne stehn, dort möchte Hand in Hand ich mit dir gehn.

 

Dort, wo die Meereswogen sanft ans Ufer schlagen, in Pinien Vöglein in den Schlaf sich klagen

und weiße Möwen kreischend lachen, dort möcht´ mit dir ich Urlaub machen.

 

Dort, wo sich schroffe Berge stolz erheben, alte Dörfer in den Felsen kleben und Adler in den Schluchten kreisen, dorthin möcht´ ich mit dir reisen.

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© Silvia Strube