Landschaftspark Spiegelsberge

Kurzgeschichte Landschaftspark Spiegelsberge

Der Landschaftspark Spiegelsberge ist im gleichnamigen Höhenzug im Süden von Halberstadt zu finden. Namensgeber für das herrliche Ausflugsziel war der aus Halberstadt stammende Domherr Ernst Ludwig Christoph

von Spiegel. Dieser ließ die zu damaliger Zeit zur Haltung von Schafen genutzte Hügelkette 1761 aufforsten. Der Domherr von Spiegel erwarb 1761 die kahlen Hügel, auf denen er Gehölze anpflanzte und Gebäude erbaute. Auch der Garten wurde ausgeschmückt. Das einstige trostlose Gelände verwandelte sich in einen traumhaft schönen Landschaftspark. Schon 1771 konnten sämtliche Gesellschaftsschichten den Landschaftspark Spiegelsberge in Halberstadt besuchen.

 

 

Aussichtsturm Belvedere und Gedenksäule

Die Entstehung des Aussichtsturms Belvedere auf der Heinrichshöhe geht auf die Zeit um 1782 zurück. Vom Aufbau sowie Detailreichtum lässt das Belvedere Erinnerungen an antike Grabbauten wach werden. Der Sandsteinfelsen, auf dem sich der dreigeschossige Turm befindet, wurde in die Gesamtgestaltung des Landschaftspark Spiegelsberge mit einbezogen.

 

Alle drei Geschosse weisen Wölbungen auf. Während die beiden unteren Etagen aus einem groben Sandsteinquader-Mauerwerk bestehen, erscheint das zweite Obergeschoss eleganter. Überdacht wird der achteckige Raum von einer Rundkuppel. Die Fassade wurde geglättet gemauert, die Fenster sind präzise Bögen. Äußerlich ist das Gebäude mit Säulen versehen, die einst durch Kugelbekrönungen Betonung fanden. Diese sind jedoch nicht mehr vorhanden.

Nachdem das Belvedere viele Jahre vernachlässigt wurde, mussten 1905, 1964 und 1995 zahlreiche Sanierungen vorgenommen werden, um den baulichen Zustand zu retten.

 

Die Eremitage

 

Im westlichen Bereich des Landschaftspark Spiegelsberge wurde wahrscheinlich um 1772 dieser Ort

für philosophische Gespräche – fernab vom täglichen Treiben, ganz in beschaulicher Ruhe und Abgeschiedenheit – erbaut. Viel ist über diese unterirdische Anlage nicht überliefert. Das Baujahr wird aus einer Veröffentlichung

des Landbaumeisters Johann Christian Huth (1726 – 1804) abgeleitet.

Dieser schrieb von der Verwendung von Kalkmörtel bei der Errichtung einer "40 Fuß hohen rauen Mauer" … "

an der gegen Abend stehenden Vorderseite" der Eremitage. Dabei könnte es sich um die ursprünglich über der

noch vorhandenen höhlenartigen Anlage errichtete Architektur handeln. Angenommen wurde bisher, dass die

Mauer über der Eremitage lediglich eine Attrappe war. Der Besitzer war zu jener Zeit, Ernst Ludwig Christoph von Spiegel zu Desenberg, der auch den Landschaftspark im englischen Stil errichten ließ.

Welchen tieferen Sinn und Zweck diese Eremitage diente, liegt wohl noch im Dunkel der Geschichte.

 

 

Quellen:

www.wissenswertes.ausflugsziele-harz.de

www.erlebnisland.de

 

 

 

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© Silvia Strube