Von Sierra de Cazorla über Sierra de Segura und Sierra Magina bis hin zur Sierra de Alhamilla und Sierra Nevada

 

Die Sierra de Cazorla umfasst den südwestlichen Bereich des Naturparks mit dem Gilillo (1847 m) als höchstem Gipfel. Sie erhält den Namen von dem knapp außerhalb des Naturparks gelegenen Ort Cazorla. Die Sierras de Las Villas liegen nördlich der Sierra de Cazorla, also im Nordwesten des Naturparks. Sie sind der niedrigstgelegene Bereich. Der höchste Berg ist rund 1800 m hoch. Der Osten des Naturparks wird von der Sierra de Segura gebildet. Dieses Gebiet ist am wenigsten vom Tourismus entdeckt, der höchste Gipfel lockt aber Bergwanderer an. Im Süden liegt die im Namen des Naturparks nicht auftauchende Sierra del Pozo.

 

Die Comarca Sierra de Segura ist eine der 10 Comarcas der spanischen Provinz Jaen. Sie wurde, wie alle Comarcas in der autonomen Gemeinschaft Andalusien mit Wirkung zum 28. März 2003 eingerichtet. Die im Nordosten der Provinz gelegene Comarca umfasst 13 Gemeinden mit einer Fläche von 1931 km².

Sierra de Segura ist eine Gebirgskette des Prebaetic Systems. Es ist nach der antiken Stadt Segura de la Sierra benannt und gibt dem Segura seinen Namen. Der höchste Punkt ist der 1.993 m hohe Las Banderillas.

 

Das Gebiet der Sierra Mágina im südlichen Zentralbereich der Provinz Jaén erstreckt sich südlich des Guadalquivir-Tals und ist an seinen nördlichen Ausläufern etwa 20 km von Jaén im Osten und 30 km von den Zwillingsstädten Baeza und Úbeda im Norden entfernt. Ausläufer und flachere Gebiete werden hauptsächlich von Olivenbäumen dominiert, für die Region gibt es ein eigenes Herkunftssiegel. Der weitgehend unbesiedelte Bereich im Inneren ist mit einer Fläche von 20 ha. seit 1989 als Naturpark klassifiziert und beherbergt einige seltene Tier- und Pflanzenarten. Er wartet mit einigen Zweitausendern auf, die das touristisch wenig beworbene, dennoch erschlossene Gebiet für Wanderer und Bergsteiger interessant machen.

 

Die Wüste von Tabernas liegt zwischen der Sierra de los Filabres im Norden, der Sierra Alhamilla im Süd-Südosten und der Sierra Nevada im Westen. Ein Teil des Gebiets ist Bestandteil der Sierra Alhamilla. Im Gebiet leben, trotz des auf den ersten Blick lebensfeindlichen Eindrucks, zahlreiche seltene und bestandsbedrohte Tier- und Pflanzenarten, darunter einige lokale Endemiten, die nur hier vorkommen. Das Gebiet, nach klimatischen und vegetationskundlichen Kriterien eine Halbwüste, besteht aus einem ausgedehnten Komplex von Erosionsrinnen zerschnittener Hügel, als Fachbegriff, nach dem Englischen, als Badlands bezeichnet.

Es ist die am stärksten aride Region auf dem europäischen Kontinent.

 

Die Sierra Nevada (spanisch für „schneebedecktes Gebirge“) ist mit 3482 msnm das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, das in der Regel jährlich von November bis Mai eine Schneehaube trägt. Es liegt im Süden Spaniens in den Provinzen Granada und Almería in der Autonomen Region Andalusien und ist ein 100 km langer Teil der Betischen Kordillere. Seit 1999 ist das Kerngebiet von 86.208 Hektar als Nationalpark Sierra Nevada geschützt. Die Sierra Nevada zieht sich in westöstlicher Richtung an einem Teil der südlichen Mittelmeerküste Spaniens entlang. Teilweise reichen die Steilhänge bis direkt ans Mittelmeer heran, wie zum Beispiel in und um Almería. Die höchste Erhebung ist der Mulhacén (3482 m), gefolgt vom Pico del Veleta (3397 m) und Alcazaba (3392 m). Das Schmelzwasser der Sierra Nevada versorgt das Umland, unter anderem die Gewächshauskulturen in Almería, die Vega von Granada sowie die Städte Granada und Almería mit Trinkwasser. Die Sierra Nevada ist

ein Hochgebirge und die vertikale Erstreckung reicht von 1500 m bis 3482 m (Pico Mulhacen, höchste Erhebung Festlandspaniens/der Iberischen Halbinsel). Sie weist somit eine für Hochgebirge typische morphologische Prägung auf. Durch die Höhe des Gebirges waren Teile der Sierra Nevada im Weichsel-Glazial vergletschert.

 

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© Silvia Strube